Veranstaltungsort der Vorträge:
Geologisches Museum München, Luisenstraße 37, 80333 München
Gäste und Interessenten sind zu allen Vorträgen herzlich willkommen, Unkostenbeitrag: 3,- €
Mitglieder des Freundeskreises, Schüler, Studenten frei!

Mittwoch, 2. Mai 2012 18.15 Uhr, Hörsaal 131
Prof. Dr. Gerd Geyer (Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geologischer Dienst, Hof):

Geologische Schatzkammer Unterfranken

In geologischer Hinsicht ist Unterfranken zumeist eine Wissenswüste. Dabei gehört die Region aufgrund seiner erdgeschichtlichen Schätze zu den bedeutendsten Bereichen Mitteleuropas. Es wird eine Übersicht über die bemerkenswertesten Dokumente aus 2,5 Milliarden Jahren Erdgeschichte gegeben. Dazu gehören unter anderem Bausteine von Weltgeltung, das größte Amphibium der Erdgeschichte, die besterhaltenen Trias-Pflanzen Europas, der einzige Lungenfisch aus der Trias Mitteleuropas, die älteste Flechte und der älteste Bernstein weltweit, das langlebigste Tier der Erdgeschichte, Versteinerungen aus dem global bedeutenden Fossilarchiv Sieblos an der Wasserkuppe und noch vieles mehr.


Mittwoch, 6. Juni 2012, 18.15 Uhr, Hörsaal 131
Dipl.-Geol. Peter Thom (Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geologischer Dienst, München):

Geo-Risiken in Bayern - Typen von Massenbewegungen, Ereignisse, Sicherungen

Im Vortrag werden unterschiedliche Typen von natürlichen Massenselbstbewegungen vorgestellt und an Beispielen erläutert. Dargestellt werden auch Möglichkeiten, solche Ereignisse im Vorfeld zu erkennen und notwendige Sicherungsmaßnahmen einzuleiten. Ferner ergibt sich die Frage, wieviel Risiko wir wo akzeptieren können und welchen Einfluss der Mensch auf Massenbewegungen ausübt.


Mittwoch, 4. Juli 2012, 18.15 Uhr, Hörsaal 131
Prof. Dr. H. Drewes (Generalsekretär der International Association of Geodesy):

Wegeners Traum: Echtzeitbeobachtung der Bewegung der Erdkruste

Vor genau hundert Jahren - 1912 - präsentierte Alfred Wegener erstmals öffentlich seine Vorstellungen über die Bewegung der Kontinente. Was damals für heftige Diskussionen sorgte, ist heute längst anerkannt. Eine ganz wesentliche Rolle in unserem heutigen Verständnis der "global tectonics" spielen hochpräzise geodätische Messungen. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, globale Krustenbewegungen in Echtzeit zu verfolgen. Durch enge Beobachtungsnetze an Plattenrändern lassen sich aber auch die Bewegungen vor, während und nach Erdbeben detailliert beobachten. Der Referent ist einer der weltweit angesehensten Wissenschaftler auf dem Gebiet der globalen Krustenkinematik.